Neues von der Professur für Alte Geschichte (UPDATE 18.04.2026)

Fortschritte in der experimentellen Römerforschung

Rekonstruktion eines römischen Reisewagens

Die Rekonstruktion eines römischen Reisewagens nach dem Vorbild des Reliefs aus Maria Saal (Bild links) wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt folgt einem ikonographischen Ansatz, bei dem bildliche Überlieferungen als Grundlage für Rekonstruktionen dienen. Der fertige Wagen ermöglicht nun weiterführende Untersuchungen zu Konstruktion, Funktionalität und Einsatzbedingungen römischer Transportmittel.

Im nächsten Schritt ist die Rekonstruktion eines römischen Schnellwagens geplant, der auf einem 2021 in Kroatien entdeckten Befund basiert. Ziel ist es, Unterschiede in Bauweise und Nutzung zwischen verschiedenen Wagentypen vergleichend zu analysieren.

Abtransport der Danuvina Alacris nach Ostkroatien

Im Rahmen des europäischen Projekts Living Danube Limes wird das rekonstruierte Patrouillenschiff Danuvina Alacris nach Osijek in Ostkroatien überführt und dort in die Drau, einem Nebenfluss der Donau, eingesetzt. Der Aufenthalt ist bis zum 15. Oktober 2026 vorgesehen.

Während dieser Phase sind wissenschaftliche Testreihen geplant, die gemeinsam vor Ort mit der F.A.N. durchgeführt werden sollen. Die Untersuchungen profitieren von Bedingungen, die dem antiken Flussverlauf und der Strömungsdynamik vergleichsweise nahekommen. Dies ermöglicht eine realitätsnahe Bewertung römischer Binnenschifffahrt.

UPDATE: Danuvina Alacris

Im Rahmen des europäischen Projekts Living Danube Limes haben wir die Danuvina Alacris erfolgreich nach Osijek (Ostukraine) überführt. Das Boot wird dort bis zum 15. Oktober 2026 verbleiben, bevor es seine Weiterreise nach Bulgarien antritt.

Erste Tests der F.A.N. im Wasser

Die F.A.N. wurde kürzlich erfolgreich zu Wasser gelassen und befindet sich nun in der Testphase für das Jahr 2026. Für den 24. April sind, abhängig von den Wetterbedingungen, erste Segelversuche mit einem Lateinersegel aus Hanf und Leinen vorgesehen.

Test

Dabei werden unterschiedliche Mastpositionen erprobt: zum einen eine Konfiguration, die für das Wrack II von Oberstimm archäologisch belegt ist, zum anderen eine Variante, die sich am baugleichen Schiff Pisa nave C orientiert. Ziel dieser Versuchsreihe ist es, Erkenntnisse über Manövrierfähigkeit, Geschwindigkeit und Segelverhalten unter möglichst authentischen Bedingungen zu gewinnen.

Für vertiefende Informationen zu unseren Projekten sei auf folgenden Seiten verwiesen:

Wissenschaftlichen Grundlagen des Projektes

Römische Patrouillenboote und Binnenschifffahrt 50 v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr.

Vergleich antiker Wagen und römische Transportmittel zu Lande und auf Flüssen