Vom 22. bis 31. Mai 2026 waren britische Kunstschmiede unter der Leitung von Rowan Taylor und Mischa Kunkel vom Holme Lacy College aus Hereford im Römerzentrum am Altmühlsee zu Gast. Im Rahmen einer internationalen Kooperation übernahmen sie die Aufgabe, die tragenden Eisenteile eines römischen Schnellwagens nachzubauen, der derzeit von kroatischen Archäologen unter der Leitung von Hrvoje Vulić in Vinkovci an der Donau ausgegraben wird.

Die erfahrenen Rekonstrukteure der FAU-Dependance im Römerzentrum Schlungenhof unter der Leitung von Boris Dreyer haben den Fund rekonstruiert, während die Maschinenbauer der Technischen Universität Dortmund um Marcel Bartz die technischen Pläne erstellten. Die Eisenteile des Wagens sind inzwischen zu einem großen Teil fertiggestellt.
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3/3Am Donnerstag fand zudem die erste von vielen geplanten Zoomkonferenzen zwischen allen beteiligten Partnern statt. Die stetig wachsende internationale Gemeinschaft aus Archäologen, Handwerkern, Ingenieuren und Rekonstrukteuren nutzte das Treffen, um die wissenschaftlichen Grundlagen des Projekts zu erörtern und die weitere Zusammenarbeit für die kommenden Monate abzustimmen.

Oben von links nach rechts: Mischa Kunkel, Boris Dreyer, Peter Schedel und Rowan Taylor; unten link: Hrvoje Vulić; unten rechts: Marcel Bartz
Als nächster Schritt folgt nun die Rekonstruktion der hölzernen Bestandteile aus Eschenholz. Der Zeitplan ist ambitioniert: Bereits im Oktober soll der Wagen fahrbereit sein. Dann wird er, angespannt an die Pferde des oberfränkischen Gestüts- und Kutschenbesitzers Jörg Wildung, mit den bereits fahrfertigen römischen Reisewagen und keltischen Mehrzweckwagen (weitere wissenschaftliche Informationen zu unseren Wagen finden Sie hier) hinsichtlich Fahrkomfort und Fahreigenschaften verglichen werden.
Diese besondere Veranstaltung wird am Altmühlsee stattfinden und vom Team von Terra X begleitet und dokumentiert werden.
Auch die Zusammenarbeit mit den britischen Schmieden wird fortgesetzt: Bereits im kommenden Jahr werden sie das nächste Rekonstruktionsprojekt begleiten und erneut im Römerzentrum zu Gast sein.
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