Update 27.08.26: Aktueller Stand zur Danuvina Alacris

3. Update 27.08.2026

Die Danuvina Alacris ist gerettet!

Nach einer aufwendigen und mehrtägigen Bergungsaktion gibt es endlich gute Nachrichten: Die Danuvina Alacris ist gerettet und befindet sich auf dem Weg zurück nach Deutschland!

Mit tatkräftiger Unterstützung des kroatischen Militärs, des deutschen Militärattachés in Kroatien, Herrn Burkhard Weber, sowie im Beisein von Herrn Prof. Dr. Boris Dreyer und Herrn Thomas Herder, ein Mitarbeiter der Professur für Alte Geschichte, konnte die Danuvina Alacris zunächst wieder ins Wasser gebracht werden. Über eine eigens errichtete Schienenvorrichtung wurde das Boot vorsichtig in die Drau eingesetzt und anschließend für einen Tag im Wasser belassen. Dadurch konnten sich die aus Holz gefertigten Planken wieder mit Wasser vollsaugen und stabilisieren.

Am folgenden Tag begann der nächste entscheidende Schritt der Bergung. Mithilfe mehrerer Pumpen und unter Einsatz von Militärfahrzeugen wurde die Danuvina Alacris über eine Strecke von etwa 500 Metern zum Transithafen in Osijek gebracht. Dort konnte das Boot schließlich mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und sicher auf einen Tieflader verladen werden.

Mittlerweile befindet sich die Danuvina Alacris auf dem Rückweg nach Deutschland. Die Ankunft in Gunzenhausen, ihrer Heimatwerft, wird am Freitag, den 28. August 2026, gegen 08:00 Uhr erwartet. Damit findet eine außergewöhnliche und zugleich schwierige Bergungsaktion vorerst ihr glückliches Ende.

Im Namen der Professur für Alte Geschichte unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Dreyer möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die mit großem Einsatz zur Rettung der Danuvina Alacris beigetragen haben. Unser besonderer Dank gilt dem kroatischen Militär, dem deutschen Militärattaché in Kroatien, der Deutschen Botschaft sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hafens von Osijek. Ohne die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit aller Beteiligten wäre die Bergung in dieser Form nicht möglich gewesen.

Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit und die Unterstützung zahlreicher Helfer vor Ort für die Rettung unseres Projektschiffes waren. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank!

In der kommenden Woche werden wir ausführlich über die Bergung berichten und weitere Informationen zum aktuellen Zustand der Danuvina Alacris geben. Dann wird auch ein Update folgen, sobald das Schiff wieder sicher in der Heimatwerft in Gunzenhausen angekommen ist.

Die Danuvina Alacris kommt nach Hause!

2. Update 20.08.2026

In den vergangenen Tagen haben vor Ort die konkreten Arbeiten zur Sicherung und Bergung der Danuvina Alacris begonnen. Im Rahmen eines Pressetermins informierten der kroatische Verteidigungsminister Ivan Anušić, der Militärattaché der Deutschen Botschaft in Zagreb, Oberst Burkhard Weber, sowie der stellvertretende Kommandeur der kroatischen Landstreitkräfte, Brigadegeneral Valentin Skroza, über den Stand der Arbeiten. Die kroatischen Streitkräfte haben inzwischen einen Zugang zum zuvor schwer erreichbaren Liegeplatz geschaffen und erste Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Ziel ist es, die Danuvina wieder schwimmfähig zu machen, sie zur Luka Tranzit zu überführen und anschließend für den Rücktransport nach Deutschland auf einen Spezialtransport zu verladen.

Eine Auswahl der aktuellen Berichterstattung der kroatischen Presse zu den laufenden Bergungsarbeiten:

Die Berichte dokumentieren die inzwischen angelaufene Bergungsaktion und die Beteiligung der kroatischen Streitkräfte. Dabei wird auch die geplante Wiederherstellung der Schwimmfähigkeit und der anschließende Transport der Danuvina nach Deutschland thematisiert.


Zusammenfassung der Presseberichte

Die Bergungsarbeiten an der Danuvina Alacris haben inzwischen konkrete Formen angenommen. Nachdem das 18 Meter lange und rund fünf Tonnen schwere Römerboot aufgrund des extrem niedrigen Wasserstands der Drau bei Osijek auf Grund gelaufen war, bestand akute Gefahr für die hölzerne Konstruktion. Nach Angaben der kroatischen Streitkräfte hätte ein weiteres Zuwarten von wenigen Tagen zu erheblichen Schäden führen können, da das austrocknende Holz zu reißen drohte und das Schiff dadurch seine Schwimmfähigkeit verloren hätte.

Nach einer Bitte um Unterstützung durch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg genehmigte der kroatische Verteidigungsminister Ivan Anušić den Einsatz der kroatischen Streitkräfte. Insgesamt 18 Soldaten, darunter Angehörige des Pionierbataillons der Garde-Panzerbrigade und des Pionierregiments, unterstützen nun die Sicherung und Bergung der Danuvina. In kürzester Zeit wurde eine Zufahrt zum schwer erreichbaren Liegeplatz geschaffen. Zusätzlich sicherten die Pioniere die instabile Konstruktion mit Holzbalken und begannen damit, das Schiff kontinuierlich zu bewässern, um eine weitere Austrocknung des Holzes zu verhindern.

Vor Ort verschafften sich auch Verteidigungsminister Ivan Anušić, der Militärattaché der Deutschen Botschaft in Zagreb, Oberst Burkhard Weber, sowie der stellvertretende Befehlshaber der kroatischen Landstreitkräfte, Brigadegeneral Valentin Skroza, einen Eindruck von den laufenden Arbeiten. Im Rahmen des Besuchs wurde die Bedeutung der deutsch-kroatischen Zusammenarbeit bei dieser außergewöhnlichen Bergungsaktion hervorgehoben.

Für die Rückführung der Danuvina ins Wasser wurden bereits spezielle Gleitkufen angefertigt. Bei den Arbeiten kommen unter anderem Bagger, Bulldozer, Baggerlader, Lastwagen und weitere technische Geräte zum Einsatz. Nach dem Stapellauf soll ein Schlepper das Schiff zum Transithafen in Osijek bringen. Dort ist vorgesehen, die Danuvina aus dem Wasser zu heben und für ihren weiteren Transport nach Deutschland auf einen Spezialtieflader zu verladen.

Aufgrund der technischen und logistischen Komplexität wurde der ursprünglich frühere Termin für den Stapellauf verschoben. Nach aktuellem Plan soll die Danuvina am Mittwoch, den 26. August, wieder zu Wasser gelassen werden. Bis dahin müssen weitere Vorbereitungen, darunter die Bereitstellung spezieller Verladebalken und der Transportlogistik, abgeschlossen werden.

Die laufende Aktion zeigt eindrucksvoll, wie durch die Zusammenarbeit der Universität, der deutschen und kroatischen Stellen sowie der kroatischen Streitkräfte innerhalb kurzer Zeit eine konkrete Perspektive für die Rettung und Rückführung der Danuvina Alacris geschaffen werden konnte.

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1. Update 13.08.2026

Nach den vergangenen Tagen gibt es inzwischen konkrete Fortschritte bei der geplanten Bergung der Danuvina Alacris aus Ostkroatien. Der aktuelle Stand wurde auch im Altmühl-Boten vom 13. August auf Seite 27 ausführlich dargestellt. Oder über folgenden Link erreichbar.


Ausgangspunkt der nun angelaufenen Rettungsaktion war der vorherige Bericht über den Zustand des Schiffes. Nachdem Professor Boris Dreyer diesen Bericht im Rahmen eines Treffens mit dem deutschen Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Zagreb, Oberstleutnant i. G. Burkhard Weber, sowie einem zuständigen kroatischen General vorgelegt hatte, wurden unmittelbar weitere Schritte eingeleitet. Innerhalb kürzester Zeit entstand daraus eine deutsch-kroatische Unterstützungs- und Bergungsaktion, an der sowohl militärische als auch zivile Stellen beteiligt sind.

Ein erster wichtiger Schritt ist bereits umgesetzt: Bei Temperaturen von rund 40 °C wurde die Danuvina vollständig mit großen Planen abgedeckt. Dadurch soll die direkte Sonneneinstrahlung reduziert und das Schiff vor einer weiteren Belastung durch die hohen Temperaturen geschützt werden.

Die eigentliche Bergung ist aufgrund der Lage des Schiffes jedoch technisch anspruchsvoll. Die Danuvina befindet sich an einem schwer zugänglichen Abschnitt der Drau, weitgehend abseits vorhandener Straßen. Nach den derzeit vorgesehenen Maßnahmen sollen zunächst entsprechende Wege für schweres Gerät vorbereitet werden. Anschließend ist vorgesehen, dass eine Flussbrigade der kroatischen Armee Hebepontons anbringt und das Schiff vorsichtig auf Luftkissen zum nächstgelegenen geeigneten Hafen transportiert. Dort soll ein Spezialkran die Danuvina auf einen bereits bestellten Tieflader verladen. Ziel der gesamten Maßnahme ist die Rückführung des Schiffes in seine Heimatwerft am Altmühlsee in Gunzenhausen.

Nach aktuellem Stand soll die eigentliche Bergungsaktion voraussichtlich in der kommenden Woche beginnen. Demnach soll die erste Phase der Rettungsaktion Montag bis Mittwoch stattfinden. Der genaue Ablauf und Zeitpunkt hängen dabei von den notwendigen Vorbereitungen und den örtlichen Bedingungen ab.

Damit ist aus der anfänglichen Sorge um den Erhalt der Danuvina inzwischen eine konkrete Perspektive für ihre Rückkehr entstanden. Gleichzeitig bleibt die Situation bis zum erfolgreichen Abschluss der Bergung anspruchsvoll. Erst mit der sicheren Rückführung nach Gunzenhausen kann der tatsächliche Zustand des Schiffes umfassend beurteilt und über die weiteren konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entschieden werden.

Besonders hervorzuheben ist die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit der beteiligten deutschen und kroatischen Stellen. Wie Professor Dreyer gegenüber dem Altmühl-Boten betonte, haben die verschiedenen Ebenen – vom General vor Ort über den deutschen Verteidigungsattaché bis zum kroatischen Verteidigungsministerium – in außergewöhnlich kurzer Zeit ineinandergegriffen.

Wir blicken daher mit vorsichtigem Optimismus auf die kommende Woche und hoffen, dass die Bergung erfolgreich durchgeführt werden kann und die Danuvina bald wieder an ihren Heimathafen am Altmühlsee zurückkehrt.

Urspünglicher Beitrag

Einen ausführlichen Bericht zur aktuellen Situation der Danuvina Alacris kann auch regionalten Teil der Nürnberger Nachrichten, der „Altmühlboote“ auf Seite 27, vom 10. August nachgelesen werden oder online über diesen Link.


In den vergangenen Tagen hat das Team vor Ort zunächst alles darangesetzt, das historische Schiff so gut wie möglich zu sichern. Die Danuvina konnte erfolgreich mit Seilen stabilisiert werden, sodass sie trotz der schwierigen Situation weiterhin sicher am Ufer gehalten werden kann. Zusätzlich wurde das Schiff mit Planen vor der derzeit starken Sonneneinstrahlung geschützt. Damit konnte zumindest verhindert werden, dass die ohnehin angespannte Situation durch eine weitere Austrocknung und Belastung des Holzes noch verschärft wird.

Die Lage bleibt dennoch ernst. Die Danuvina Alacris liegt derzeit am Ufer der Drau in Ostkroatien und ist den dortigen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Ein längerer Aufenthalt an Land beziehungsweise außerhalb ihres vorgesehenen Einsatzumfelds stellt für einen historischen Holzschiff-Nachbau eine erhebliche Belastung dar. Auch der aktuelle Zustand des Schiffes macht deutlich, dass eine schnelle und fachgerechte Lösung notwendig ist. Der Altmühl-Bote beschreibt die Situation entsprechend als Rettungsaktion und berichtet von verschiedenen Überlegungen, wie das Schiff zurück nach Deutschland gebracht werden könnte.

Unterstützung zeichnet sich inzwischen auch auf offizieller Ebene ab: Ein Team des Militärattachés der Deutschen Botschaft in Kroatien, Herrn Burkhard Weber, sowie Vertreter der Kroatischen Armee haben bereits ihre Hilfe zugesagt. Nun wird noch auf die offizielle Bestätigung und die konkreten weiteren Schritte gewartet. Diese Unterstützung könnte ein entscheidender Schritt sein, um die notwendigen Maßnahmen vor Ort koordinieren und schließlich den Rücktransport der Danuvina nach Deutschland ermöglichen zu können.

Für das Team der FAU Erlangen bedeutet diese Entwicklung eine gewisse Erleichterung. Nach den intensiven Bemühungen der vergangenen Tage kann die Mannschaft nun etwas beruhigter, wenn auch keineswegs sorgenfrei, die Rückreise nach Deutschland antreten. Vor Ort bleibt zunächst die weitere Entwicklung abzuwarten. Der nächste Einsatz und die weiteren notwendigen Maßnahmen werden in den kommenden Wochen auf das Team warten.

Damit beginnt nun eine weitere, leider von Unsicherheit geprägte Phase. Entscheidend ist, dass die Danuvina die kommenden Tage und Wochen in ihrem derzeitigen Zustand übersteht, bis eine endgültige Lösung für ihre Sicherung und den Rücktransport gefunden werden kann.

Wir drücken der Danuvina Alacris deshalb weiterhin fest die Daumen und hoffen, dass sie diese schwierige Zeit gut übersteht und schon bald wieder sicher nach Deutschland zurückkehren kann.

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