Ankündigung: Workshop „Mobility and Identification: New Perspectives on Imposture, Impersonation, and Passing, c.1500–1900“ vom 6.–7.10.2026 an der École normale supérieure in Paris

Ausgehend von Miriam Eliav-Feldons Charakterisierung der Frühen Neuzeit als „Zeitalter der Hochstapler“ (age of impostors) nimmt der gemeinsam von Tobias Graf (FAU) und Rahul Markovits (École normale supérieure, Paris) organisierte Workshop die Bedeutung von Mobilität für Identitätskonstruktionen und Identitätsprüfungen in der Zeit zwischen 1500 und 1900 in den Blick. Insgesamt acht Historikerinnen und Historiker aus Frankreich, Italien, der Schweiz und Deutschland werden laufende Forschungsvorhaben diskutieren. Im Zentrum steht statt klassischer Vorträge die Auseinandersetzung mit Forschungsproblemen, Quellen sowie methodischen Fragen.

Die Spannbreite der Themen reicht dabei vom Umgang mit Reisenden aus Indien und dem Nahen Osten über die Bedeutung von Mobilität für Identitätskonstruktionen in gelehrten Kontexten bis zu Gerichtsprozessen, bei denen wie etwa im Falle von Bigamie die Identitäten der Beklagten zentraler Gegenstand waren.

Der Workshop umfasst Beiträge von Rahul Markovits (École normale supérieure, Paris), Jean-François Chauvard (IHMC, Université Paris 1), Rosa Salzberg (Universität Trento), Alexander Hilpert (Universität des Saarlandes, Saarbrücken), Pascal Firges (Universität Basel), Philip Hahn (Universität des Saarlandes, Saarbrücken), Thomas Glesener (Universität Aix-Marseille) und Tobias Graf (FAU). Die Veranstaltung dient der Schärfung laufender Forschungsvorhaben sowie der Anbahnung zukünftiger europäischer Kooperationen. Sie wird von der École normale supérierue in Paris sowie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Rahmen der europäischen Universitätsallianz EELISA gefördert.