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Regesta Imperii – Papstregesten der Karolingerzeit (731–911)

Am Beginn des Unternehmens Regesta Imperii steht der Frankfurter Stadtbibliothekar Johann Friedrich Böhmer (1795–1863), der 1829 mit dem Sammeln und Publizieren von Urkunden der deutschen Kaiser und Könige begann. Ursprünglich als Vorarbeiten zu den Volltexteditionen der Monumenta Germaniae Historica gedacht, entwickelten sich die Regesta Imperii zu einem selbständigen Grundlagenwerk, welches sich in der Mediävistik längst als unentbehrlich erwiesen hat.

Das Projekt ist seit 1906 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaft beheimatet. 1939 wurde dort die „Kommission für die Neubearbeitung der Regesta Imperii“ ins Leben gerufen, die wiederum 1967 die Gründung der „Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii e.V.“ anregte. Zunächst von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert, wurde sie 1980 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz als Langzeitvorhaben angegliedert. Von hier aus werden Forschungsstellen in Gießen, Bochum, Mainz, Marburg, München, Saarbrücken, Tübingen und Erlangen organisiert. Insgesamt werden 15 wissenschaftliche Teilprojekte betreut.

Die Arbeitsstelle Papstregesten der Karolingerzeit (731–911) ist seit November 1998 in Erlangen angesiedelt. In diesem Teilprojekt der Regesta Imperii geht es um die vollständige Erfassung des Quellenmaterials für die Papstgeschichte der Karolingerzeit und seine Aufbereitung in Form von Regesten für den gesamten Orbis Christianus. Dabei werden alle mit der Regierung und dem Wirken eines Papstes verbundene Ereignisse in chronologischer Reihenfolge mit Angaben zur Überlieferung und zur Auswertung in der Literatur in Regestenform dargestellt.

Bereits erschienen sind zwei von Prof. Dr. Klaus Herbers erarbeitete Faszikel für die Jahre 844–858 (Sergius II., Leo IV. und Benedikt III.) und für die Jahre 858–867 (Nikolaus I.) sowie ein von Dr. Veronika Unger erarbeiteter Band mit den Regesten Johannes‘ VIII. (872–882). Die Regesten Hadrians II. (867–872) sind bereits weit gediehen und sollen bald abgeschlossen werden. Parallel werden die Regesten für die Jahre 795–844 (Leo III.–Gregor IV.) erarbeitet. Ein Band zu den Jahren 882–911 wird die Papstregesten des 9. Jahrhunderts abschließen. Anschließend werden die Regesten zur Papstgeschichte des 8. Jahrhunderts erarbeitet werden.

Für weitere Informationen zu den Regesta Imperii siehe hier.

Projektleitung:

Prof. Dr. Klaus Herbers

  • Tätigkeit: Senior Fellow for Medieval History
  • Organisation: Department Geschichte
  • Abteilung: Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters (Prof. Dr. Herbers)
  • Telefonnummer: +49 9131 85-22356
  • E-Mail: klaus.herbers@fau.de

Mitarbeiterin:

Dr. Veronika Unger

  • Organisation: Department Geschichte
  • Abteilung: Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters (Prof. Dr. Herbers)
  • Telefonnummer: +49 9131 85-25834
  • E-Mail: veronika.unger@fau.de

Projektlaufzeit: 1998 – 2033

Ehemalige MitarbeiterInnen: Dr. Dorothee Arnold, Dr. Sofia Meyer