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Vorlesung Zeitgeschichte. Fragen, Methoden, Kontroversen

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

ECTS-Credits: gemäß Bestimmungen der Prüfungsordnungen!

  • Di 12:15-13:45, Raum KH 1.016

Inhalt

Als „Zeitgeschichte" bezeichnen HistorikerInnen die historische Epoche, die unmittelbar an die Gegenwart heranreicht. Sie ist einem verbreiteten Verständnis nach die „Epoche der Mitlebenden" (Hans Rothfels). D.h., dass die Menschen dieser Epoche bereits zu Lebzeiten Gegenstand der historischen Forschung werden und dass auch WissenschaftlerInnen die Zeit miterlebt haben, die sie erforschen.
Vor dem Hintergrund dieser besonderen Konstellation untersucht die Vorlesung die spezifischen Herausforderungen der „Zeitgeschichte" als wissenschaftliche Disziplin. Sie stellt zentrale Themen und Fragestellungen vor und diskutiert die methodischen Möglichkeiten und Fallstricke zeitgeschichtlicher Forschung. Dabei gibt sie praktische Hinweise zur Quellenrecherche und -interpretation und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf Ton- und Bildquellen. Sie thematisiert ferner bedeutende historische Kontroversen nach 1945 (z.B. Historikerstreit, Streit um den Fall der Mauer), in denen nicht nur die Deutung der Vergangenheit, sondern auch das Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit ausgehandelt wurde.

Empfohlene Literatur

Frank Bösch/Jürgen Danyel (Hrsg.): Zeitgeschichte. Konzepte und Methoden, Göttingen 2012. Martin Sabrow: Zeitgeschichte schreiben. Von der Verständigung über die Vergangenheit in der Gegenwart, Göttingen 2014.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 120