Navigation

Zwischen Wunderkammer und Wirtshaus. Frühneuzeitliche Wissensräume

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mi 8:15-9:45, Raum 00.4 PSG

Inhalt

Die Wissenschafts- bzw. Wissensgeschichte hat sich wiederholt mit der Ortsgebundenheit von Wissen befasst. Richtete sich die Forderung nach einer sozialen und räumlichen Verortung wissenschaftlicher Erkenntnisse zunächst vor allem gegen die Vorstellung eines universalen Wissens, sind unter dem Einfluss des spatial turn und des material turn neue Fragestellungen hinzugekommen. Nicht nur für die zentralen Orte der gelehrten Wissensproduktion und -tradition, sondern auch für vermeintlich abseitige Lokalitäten wie Wohnstuben, Werkstätten und Wirtshäuser wird inzwischen danach gefragt, wie sich Raumpraktiken und Wissensordnungen wechselseitig bedingten. Im Hauptseminar sollen zunächst die methodisch-theoretischen Grundlagen geklärt werden, bevor anhand von Fallbeispielen und zentralen Forschungsbeiträgen eine Typologie der Wissensräume erarbeitet wird.

Empfohlene Literatur

- Adi Ophir, Steven Shapin: The Place of Knowledge. A Methodological Survey, in: Science in Context 4 (1991), H. 1, S. 3-21. - Robert Felfe, Kirsten Wagner (Hg.): Museum, Bibliothek, Stadtraum. Räumliche Wissensordnungen 1600-1900, Berlin 2010. - Berthold Heinicke, Hole Rößler, Flemming Schock (Hg.): Residenz der Musen. Das barocke Schloss als Wissensraum, Berlin 2013.