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Die Aufklärung – Aufbruch zur Vernunft oder Ende aller Gewissheit?

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Mo 12:15-13:45, Raum 01.059

Inhalt

Nach konfessionellen Auseinandersetzungen und Kriegen erschien die immer stärkende Hin-wendung zur „Vernunft" für die frühneuzeitlichen Zeitgenossen fast wie eine Wohltat: Ratio-nal durchdacht sollte nun die „Glückseligkeit" des Volkes erlangt werden, der Mensch mit seinem scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten, sich seiner Vernunft zu bedienen, rückte in den Mittelpunkt. Damit einher ging die In-Frage-Stellung bekannter Gewissheiten, der Glaube sollte sein neues Fundament allein im Vertrauen auf die Fähigkeiten der Menschen finden. Wie geschah das – und war dies den Menschen letztlich dienlich? Und wie verhielt es sich dann mit Glaube und Vernunft, wenn sich etwa der Tod auch weiterhin nicht rational durch-dringen ließ? In dem Seminar geht es darum, anhand von zeitgenössischen Quellen die Le-benszusammenhänge und -fragen ab dem ausgehenden 17. Jahrhundert zu erkunden und so das Verhältnis von Glaube und Vernunft auszuloten.

Empfohlene Literatur

- Martus, Steffen: Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert - ein Epochenbild. Berlin 2015. - Mayer, Annette: Aufklärung. Berlin 2010. - Schmitt, Hanno; Blome, Astrid (Hg.): Die Entdeckung von Volk, Erziehung und Ökonomie im europäischen Netzwerk der Aufklärung. Bremen 2011. Stollberg-Rilinger, Barbara: Europa im Jahrhundert der Aufklärung. Stuttgart 2000.