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Europäische Kolonialgeschichte in Afrika zur Zeit des Hochimperialismus

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

ECTS Credits: gemäß Bestimmungen der Prüfungsordnungen

  • Mi 16:00-18:00, Raum B 604

Inhalt

Von Ende 1884 bis Anfang 1885 fand in Berlin die sog. „Kongo-Konferenz" statt, die eine hohe symbolische Bedeutung für die europäische Kolonialgeschichte in Afrika haben sollte. Denn auf ihr wurde die Aufteilung Afrikas unter den europäischen Mächten zwar noch nicht vollzogen, aber maßgeblich diskutiert und beschlossen. Sie steht damit für den scramble for Africa, der die Phase des Hochimperialismus, d.h. die Zeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg, prägte. Diese Phase wird im Seminar näher beleuchtet: Welche Formen von Kolonialherrschaft gab es? Wie sahen koloniale Praktiken aus, wie lässt sich Alltag in den Kolonien beschreiben? Im Seminar sollen zum einen Quellen unterschiedlicher Art (Fotos, Tagebücher, Gesetzte) analysiert und zum anderen zentrale Thesen der Forschungsliteratur diskutiert werden.

Empfohlene Literatur

- Jürgen Osterhammel: Kolonialismus. Geschichte, Formen, Folgen, 8. Aufl., München 2017. - Ulrike Lindner: Koloniale Begegnungen. Deutschland und Großbritannien als Imperialmächte in Afrika 1880-1914, Frankfurt am Main 2011. - Frederick Cooper/Ann Laura Stoler (Hrsg.): Tensions of Empire. Colonial Cultures in a Bourgeois World, Berkeley/Los Angeles 1997.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20