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"Absolut Böse" Nationalsozialistische Objekte und ihr Nachleben

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

ECTS Credits: gemäß Bestimmungen der Prüfungsordnungen

  • Do 9:45-11:15, Raum TSG U1.023

Inhalt

Als „absolut böse" bezeichnete der Germanist Jeremy Adler jüngst Adolf Hitlers „Mein Kampf" und kritisierte die kommentierte Neuauflage durch das Münchner Institut für Zeitgeschichte. Damit warf er grundlegende Fragen zum Umgang mit nationalsozialistischen Objekten auf. Hätte „Mein Kampf" weiterhin verboten bleiben sollen? Wie verfährt man mit den sog. Vorbehaltsfilmen, wie z.B. dem bekannten nationalsozialistischen Film „Jüd Süß", der zwar in Deutschland nicht frei erhältlich, auf you tube aber für jede/n sichtbar ist? Was soll mit Goebbels Haus vor den Toren Berlins passieren? In diesem Proseminar sollen ausgewählte, aktuelle wissenschaftliche Studien sowie Quellen zur Objektgeschichte des Nationalsozialismus diskutiert werden. Dabei stehen sowohl inhaltliche als auch methodische Fragen im Vordergrund. Denn nicht nur die Objekte selbst gilt es zu historisieren, sondern es ist genereller zu diskutieren, wie die Geschichtswissenschaft zu einer Klärung der grundlegenden Fragen beitragen kann.

Empfohlene Literatur

- Jeremy Adler: Das absolut Böse. Zur Neuedition von „Mein Kampf", Bremen 2018. - Wolfgang Benz/Jan Eckel/Andreas Nachama (Hrsg.): Kunst im NS Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten, Berlin 2015. - Christian Kuchler (Hrsg.): NS-Propaganda im 21. Jahrhundert. Zwischen Verbot und öffentlicher Auseinandersetzung, Köln u.a. 2014.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 16