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Orientalismus als Herausforderung für die Geschichtswissenschaft

Dozent/in

  • Philipp Winkler

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Di 14:15-15:45, Raum 00.14 PSG

Inhalt

Seit dem Erscheinen von Edward Saids "Orientalism" im Jahr 1978 ist die Kritik des Orientalismus und des Eurozentrismus zu einer zentralen Fragestellung der Geschichtswissenschaft geworden. Die Kritik der Beteiligung der historischen (und anderer) Wissenschaften an der Produktion oftmals abwertender Bilder und Stereotypen des "Anderen" sowie an der Legitimierung kolonialer Unterdrückung und Ausbeutung hat seither sowohl heftige Kontroversen ausgelöst als auch fruchtbare Impulse zu weiteren Forschungen und methodischen Überlegungen geliefert, die weit über den Fachbereich der Orientalistik hinausgehen. Die Übung wird diese Debatten nachvollziehen und dabei ihre Auswirkungen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Herangehensweisen (z.B. Marxistische Theorien, Gender Studies, Sprachwissenschaften) untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie orientalistische Praktiken und Diskurse entstehen und funktionieren und wie sie sich vermeiden bzw. kritisieren lassen.

Empfohlene Literatur

- Said, Edward: Orientalism, London: Penguin Books 2003 (deutsche Ausgabe: Said, Edward: Orientalismus. Übersetzt von Hans Günter Holl, Frankfurt am Main: Fischer Verlag 2009). - Macfie, Alexander Lyon (Hrsg.): Orientalism. A Reader, New York: New York University Press 2001.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20