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"Unterwegs zu Orten des Heils - Wallfahrt in Bayern und Franken im Mittelalter

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Di 12:15-13:45, Raum 01.053
  • Di Zeit n.V.

Inhalt

Wallfahrten stellten bedeutende Ausdrucksformen mittelalterlicher Religiosität in allen sozialen Gruppen dar. Als Reisen von Gruppen oder Einzelnen spiegeln Fernwallfahrten zu den klassischen Pilgerzielen Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela ebenso wie die im Spätmittelalter zunehmenden Reisen zu regionalen Gnadenorten nicht nur religiöse Vorstellungen, sondern auch Formen der Mobilität, der Erfahrung verschiedener Lebenswelten und des kulturellen Transfers. Sowohl die Reisen selbst als auch die Vorbereitungen, die Rückkehr und die Medien der Erinnerung an die Wallfahrten geben Einblicke in das Selbstverständnis und die Dynamik der mittelalterlichen Gesellschaft. Mit Pilgerführern, Reiseberichten und verschiedenen Artefakten liegt ein vielfältiges Quellenmaterial zu konkreten Erscheinungsformen wie Wegenetzen, Herbergen und Spitälern, Reliquien und Wundern vor. Diese Schrift-, Bild- und Sachzeugnisse sollen für bayerische und fränkische Wallfahrtsorte ebenso wie für Pilger, die aus diesen Regionen zu Fernwallfahrten aufbrachen, untersucht werden.

Empfohlene Literatur

Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 32011. Robert Plötz, Peter Rückert (Hg.), Jakobus in Franken. Kult, Kunst und Pilgerverkehr (Jakobus-Studien 22), Tübingen 2018. Folker Reichert (Hg.), Quellen zur Geschichte des Reisens im Spätmittelalter, Darmstadt 2009. Klaus Herbers (Hg.), Der Jakobsweg. Ein Pilgerführer aus dem 12. Jahrhundert, Stuttgart 2008. Klaus Herbers (Hg.), Die oberdeutschen Reichsstädte und ihre Heiligenkulte. Traditionen und Ausprägungen zwischen Stadt, Ritterorden und Reich (Jakobus-Studien 16), Tübingen 2005. Norbert Ohler, Pilgerstab und Jakobsmuschel. Wallfahren in Mittelalter und Neuzeit, Düsseldorf 22003. Norbert Ohler, Reisen (Mittelalter), publiziert am 28.09.2009; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL:

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Erwartete Teilnehmerzahl: 20