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Hauptseminar: Was ist Rechtsterrorismus? Eine Geschichte rechter Gewalt in Ost- und Westeuropa

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Seminarraum 1.313, Bismarckstraße 12, 1. Stock

  • Di 10:00-12:00

Inhalt

Die Ermordung Walter Lübckes, die Aufdeckung der Terrorgruppe „Revolution Chemnitz" sowie nicht zuletzt der NSU-Prozess haben gezeigt, dass der Rechtsterrorismus in Deutschland eine erschreckende Konjunktur erlebt. Doch auch international scheinen sowohl die Zahl als auch die Brutalität der Angriffe zuzunehmen. Die Brutalität der Angriffe und der bewusste Einsatz neuer Medien verleihen Anschlägen wie demjenigen von Christchurch (Neuseeland) eine globale Resonanz. Es scheint insofern naheliegend, von einer neuen Dimension rechter Gewalt zu sprechen. Doch handelt es sich um ein gänzlich neuartiges Phänomen? Was lässt sich aus historischer Perspektive über Genealogien und Vorläufer aussagen? Was ist also Rechtsterrorismus aus der Perspektive einer transnational erweiterten historischen Forschung?

In dem Hauptseminar werden wir uns mit Zusammenhängen zwischen der Herausbildung rechtsextremer Ideologien und politisch motivierten Gewaltakten in Ost- und Westeuropa seit circa 1900 befassen. Dabei geht es nicht nur um Ideologie und Motivationen der Attentäter, sondern auch um das Unterstützerumfeld – insbesondere Sympathisanten in den politischen und gesellschaftlichen Eliten –, die mediale Rezeption der Attentate sowie die Reaktionen von Politik und Öffentlichkeit auf die Attentate.

Empfohlene Literatur

Text zur Vorbereitung: Sylvia Schraut: Terrorismus und politische Gewalt (= Einführung in die Geschichtswissenschaft Neuere und Neueste Geschichte 1), Göttingen 2018.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 18