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PS Papsttum und institutionelles Gedächtnis im Frühmittelalter - Der Liber pontificalis

Dozent/in

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Zeit/Ort n.V.:

  • Di 12:15-13:45, Raum 01.059

Inhalt

Das Papsttum ist die einzige Institution der europäischen Geschichte, die von der Antike bis in die Gegenwart permanent Bestand hatte. Die Vorstellung einer ungebrochenen Kontinuität des apostolischen Stuhls seit der Zeit des Heiligen Petrus steht im Zentrum der päpstlichen Ideologie. Seit dem frühen sechsten Jahrhundert vergewisserte sich die römische Kirche dieser Kontinuität u.a. mithilfe einer eigenen Geschichtsschreibung: Der berühmte Liber pontificalis dokumentiert fortlaufend die "Amtsbiographien" der Päpste von Petrus bis in die Karolingerzeit; spätere Neuauflagen setzten die Papstreihen auch ins Hoch- und Spätmittelalter fort. Der Liber Pontificalis zählt unter die Schlüsseltexte des europäischen Mittelalters und bietet Informationen für eine Vielzahl unterschiedlichster Fragestellungen. Das Proseminar will anhand dieser Zentralquelle inhaltliche Fragen zur Institutionengeschichte der mittelalterlichen Papstkirche sowie der Konstruktion von Erinnerung und Geschichte mit einer Einführung in die Methoden der geschichtswissenschaftlichen Arbeitens und seiner grundlegenden Hilfsmittel verbinden.