Navigation

Die Ära Metternich (1815-1848)

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

wählbar für alle Module, die ein Hauptseminar vorsehen

  • Do 12:15-13:45, Raum 01.059

Inhalt

Schlüsselereignisse können eine ganze Generation prägen, so gibt es sicher eine "Generation 1968"; und ebenso ersichtlich eine "Generation 1813". Sie kämpfte enthusiastisch für Selbstbestimmung, "Nation" und "Vaterland", gegen Napoleons "Fremdherrschaft"  und bekam Metternich, der am Wiener Kongress erfolgreich alle denkbaren Kristallisationskerne für "nationale" Ambitionen von den Verhandlungstischen fegte. Es ist eine Leitfrage des Seminars, wie sich die statisch gedachte, auf "Ordnung" abzielende Wiener Ordnung einerseits, Erwartungen und Hoffnungen der "Generation 1813" andererseits aneinander rieben. Wir reagierten Metternich und Co. auf "nationale" Bewegungen, etwa den Freiheitskampf der Griechen, dann der Belgier und der Polen? Wie auf wachsende Partizipationsansprüche des "liberalen" Bürgertums, seine Selbstorganisation in Vereinen, zunehmend auch Parteien? Wir werden verblüffende Entdeckungen machen, beispielsweise merken, dass Turnvereine, Liedertafeln und Burschenschaften einmal an der Spitze des "Fortschritts" (eine für den Historiker ja wertfreie Kategorie!) standen.

Empfohlene Literatur

Über den Deutschen Bund informiert ein Studienbüchlein von Jürgen Müller (2006), an Metternich führt ein Elementarbüchlein von Wolfram Siemann (2010) heran. Eine vergleichbar bündige Zusammenfassung des europäischen Kontexts existiert nicht, aber wir sprechen in der ersten Sitzung über Abhilfen, überhaupt über die Forschungslage. Nur für ganz besonders Lesefreudige: zum Deutschen Bund en détail Ernst Rudolf Huber (1975/1988); zu Europa Michael Erbe (2004) sowie (besser geschrieben) Winfried Baumgart (1999).

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20