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Ü Ein eisernes Jahrhundert? Die Historiker des europäischen 10. Jahrhunderts und ihre Werke

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Bitte bachten Sie den Starttermin der Veranstaltung: 12.11.2019

  • Di 16:15-17:45, Raum 00.3 PSG

Inhalt

Das 10. Jahrhundert in Europa ist traditionell als dunkle, gewalttätige und obskure Zeit bezeichnet worden. Es wurde eine „Zeit des Eisens" genannt, eine grausame Kluft zwischen den politischen und kulturellen Leistungen des fränkischen Reichs der Karolinger und der späteren, sogenannten „Renaissance des 12. Jahrhunderts". Neuere Studien hingegen präsentieren ein anderes Bild und betonen stattdessen die Lebendigkeit und Kreativität des kulturellen Lebens dieser Zeit. Dies zeigt sich vor allem in Annalen, Chroniken und anderen Werken der Geschichtsschreibung, die im 10. Jahrhundert entstanden sind.
In diesem Kurs werden wir uns deshalb die Texte und Laufbahnen einer Reihe von Historikern des 10. Jahrhunderts anschauen. Ihre Schriften sind voll mit faszinierenden Erzählungen, von einer Episode, die heute als „Kadaversynode" bekannt ist bis hin zu klatschhaften Geschichten über die sexuellen Abweichungen der mächtigen Männer und Frauen ihrer Zeit. Jede Woche werden wir einen bestimmten Historiker und einen Aspekt aus seinem historischen Oeuvre diskutieren. Dazu gehören Themen wie „Humor", „Gender", „Der Autor als Individuum", „Geschichte als Propaganda" und „Ethnische Stereotypen".

Empfohlene Literatur

Martina Giese, Die Historiographie im Umfeld des ottonischen Hofes, in: Rudolf Schieffer und Jarosław Went (Hrsg.), Die Hofgeschichtsschreibung im mittelalterlichen Europa. Projekte und Forschungsprobleme (Subsidia Historiographica 3), Torun 2006, S. 19-37.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20