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Fahrt an die polnische Grenze

In einer spontanen Aktion sind wir, drei Mitglieder unseres Vereins: Eileen Weiß, Igor Biberman und Klaus Dyroff Anfang März über Krakau nach Chelm – östlich von Lublin – an die polnische Grenze gefahren, um einen Angehörigen von Igor Biberman abzuholen und nach Erlangen zu bringen. In Chelm haben wir noch einer zweiköpfigen Familie eine Mitfahrt nach Prag angeboten.

Einen kurzen Zwischenstopp legten wir in der Altstadt von Krakau ein. Unsere Anlaufstelle dort war das Juliusz-Słowacki-Theater. Die Kultureinrichtung dient temporär als Erstaufnahmestelle für ukrainische Flüchtende in der Region. Hier haben wir eilig gesammelte Spenden abgeliefert und Kontaktdaten mit den lokalen Ehrenamtlichen für weitere Zusammenarbeit ausgetauscht.

Am Grenzbahnhof von Chelm angelangt, waren alle beeindruckt von der Ruhe und Gefasstheit der Flüchtenden, die in einem überfüllten, über ein Dutzend Waggons zählenden Spezialzug aus Kiew nach einer über 24 stündigen Fahrt am Grenzbahnhof in Polen angekommen sind.

 

Darunter befanden sich ältere, gebrechliche Leute und viele Frauen mit kleinen Kindern. Die polnischen Helfer haben Hervorragendes geleistet und die Flüchtenden mit ausgestreckten Armen empfangen.

Nach zwei durchgefahrenen Nächten und einem Tag – insgesamt 35 Stunden – sind wir nach 2500 km wieder wohlbehalten in Erlangen angekommen. Wir sind sehr froh, dass wir diese Aktion unternommen haben, um zumindest einen kleinen Beitrag in der aktuellen Situation zu leisten.

Kurzer Zwischenstopp in Krakau am Juliusz-Słowacki-Theater Aufgrund der Kriegslage beansprucht e die Fahrt des ukrainischen Spezialzuges über 24 Stunden Polnische Sicherheitskräfte und
ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
stellen die Erstversorgung der
Ankommenden am Grenzbahnhof
sicher