Die (Un)sichtbaren: „Ostarbeiter“ und die Landschaft des Gedenkens in Deutschland

Tagung des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas
Datum: 19. – 20. März 2026
Ort: Konferenzsaal der Alten Universitätsbibliothek | Universitätsstraße 4, 91054 Erlangen

Über 13 Millionen Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg vom Deutschen Reich zur Arbeit gezwungen. Zwangsarbeit war kein Randphänomen, sondern durchdrang Alltag und Wirtschaft – in Betrieben, auf Feldern, in städtischen Einrichtungen und in Privathaushalten. Besonders Verschleppte aus Osteuropa waren rassistischer Entrechtung, Stigmatisierung und willkürlicher Gewalt ausgesetzt; viele wurden inhaftiert oder ermordet. Nach 1945 blieben Anerkennung und Entschädigung lange aus, und vielerorts sind Gräberfelder, Lagerstandorte und Biografien bis heute kaum bekannt.

Der Workshop widmet sich der Geschichte der NS-Zwangsarbeit mit besonderem Fokus auf die sogenannten „Ostarbeiter:innen“ sowie aktuellen Fragen der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Deutschland. Internationale Wissenschaftler:innen aus Archiven, Gedenkstätten und Universitäten diskutieren neue Quellen, lokale Fallstudien und erinnerungspolitische Perspektiven.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

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OEG-Tagung Die (Un)ischtbaren – 2026
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