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PS Die Konzilien des 15. Jahrhunderts

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

  • Do 10:15-11:45, Raum 00.4 PSG

Inhalt

Die Konzilien des 15 Jahrhunderts – Pisa 1409, Konstanz 1414-1418, Pavia-Siena 1423-1424, Basel 1431-1449 mit den Nachfolgekonzilien und Ferrara und Florenz 1438-1439 – gehören zu den spannendsten Episoden dieser Epochen, da nahezu sämtliche dominierende Fragen dieser Zeit auf diesen Versammlungen behandelt wurden: Die Beendigung des großen Abendländischen Schismas mit der Absetzung bzw. Abdankung dreier Päpste und der Wahl eines vierten, die Behandlung häretischer Bewegungen – besonders der causa Jan Hus –, die Union mit der griechisch-orthodoxen Kirche und nicht zuletzt die entscheidende Frage über die Vorrangstellung zwischen dem Konzil und dem Papst. Daneben standen aber auch zahlreiche weltliche Aspekte im Fokus. Die Konzilien sind damit zugleich ein gutes Abbild der europäischen Diplomatie und des Gesandtschaftswesen. Doch nicht nur die einzelnen Beschlüsse sind im Seminar zu behandeln, sondern auch die jeweiligen Ausgangslagen und verschiedenen Interessen der Beteiligten, die Verfahren und die Repräsentation während eines Konzils sowie die Aus- und Nachwirkungen der dort getroffenen Beschlüsse.

Empfohlene Literatur

- Daniel Gaschick, Christian Würtz: Das Konstanzer Konzil. Eine kleine Geschichte, Karlsruhe 2014. | Wie der Titel bereits andeutet nur eine grobe Zusammenfassung, aber gut lesbar und ein leichter Einstieg in die Thematik.| - Walter Brandmüller, Das Konzil von Konstanz 1414-1418, 2 Bde. (Konziliengeschichte, Reihe A: Darstellungen), Bd. 1: 2. erw. Aufl. Paderborn u.a. 1999, Bd. 2: Paderborn u.a. 1997. - Stefan Sudmann: Das Basler Konzil. Synodale Praxis zwischen Routine und Revolution (Tradition – Reform – Innovation, Bd. 8), Frankfurt a. M. 2005.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20