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Übung: Stalinismus in der Sowjetunion

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.:

Seminarraum 1.313, Bismarckstraße 12, 1. Stock

  • Mi 14:00-16:00

Inhalt

Der Stalinismus in der Sowjetunion war einerseits von Massenterror und ungeheuerlichen Repressionskampagnen gekennzeichnet, andererseits von inszeniertem, aber auch „echtem" Enthusiasmus für den sozialistischen Aufbau. Die offizielle ideologische Grundlage war eine radikalisierte und vereinfachte Version der Lehren Marx’, Lenins und anderer Theoretiker. Forcierte Industrialisierung, Planwirtschaft, die Entstehung einer sowjetischen Massenkultur und der Stalinkult sind einige der charakteristischen Phänomene der als Stalinismus bezeichneten Phase von den späten 1920er Jahren bis zu Stalins Tod 1953.
In der Übung nähern wir uns dem Stalinismus vor allem durch die Auswertung von ins Deutsche oder ins Englische übersetzten Quellen, darunter Parteibeschlüsse, Tagebücher oder Geheimpolizeiberichte. Auch Bildquellen wie Plakate und Fotos sollen diskutiert werden. Daraus wird ein multiperspektivisches Bild der Sowjetunion im Stalinismus entstehen. Die Studierenden können ihre Kompetenz bei der Interpretation und Einordnung verschiedenartiger Quellen ausbauen. Russische Sprachkenntnisse sind zur Teilnahme nicht erforderlich.

Empfohlene Literatur

Einführende Literatur: Koenen, Gerd: Utopie der Säuberung. Was war der Kommunismus?, Frankfurt a.M. 2000. Baberowski, Jörg: Der rote Terror: die Geschichte des Stalinismus, Darmstadt 2003. Schlögel, Karl: Terror und Traum: Moskau 1937, München 2008.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 18