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PD Dr. Bettina Brockmeyer

  • Organisation: Department Geschichte
  • Abteilung: Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte (Prof. Dr. Derix)
  • Telefonnummer: +49 9131 85-23933
  • E-Mail: bettina.brockmeyer@fau.de
  • Adresse:
    Kochstraße 4
    91054 Erlangen
    Raum 3.020
  • Sprechzeiten: Jede Woche Do, 12:00 - 13:00, Raum 3.020, Anmeldung per E-Mail erwünscht

Mai 2019 Habilitation an der Universität Bielefeld
Seit Oktober 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der FAU
2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Geschichte der Universität Bielefeld
2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1288
2015 – 2016 Stipendium der Gerda Henkel Stiftung
2007 – 2017 wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld, Arbeitsbereich Neuere Geschichte und Geschlechtergeschichte
2006 – 2007 Vertretung der Assistenz am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen
2007 Promotion an der Universität Kassel
 

2006

 

Dissertationsabschlussförderung des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre, Humboldt-Universität

2002 – 2005 Stipendiatin am DFG-Graduiertenkolleg „Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse. Dimensionen von Erfahrung“ (Frankfurt/M., Kassel)
1994 – 2001  

Studium zunächst der Rechtswissenschaften und Philosophie, dann der Germanistik, Geschichte, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und am University College Cork/Irland

 

Koloniale Biografien. Eine tansanisch-britisch-deutsche Verflechtungsgeschichte im 20. Jahrhundert

Die Habilitation (Manuskript) interpretiert aus einer verflechtungsgeschichtlichen Perspektive koloniale Situationen und die Lebensläufe von drei Personen. Es untersucht den deutschen und britischen Kolonialismus in Tansania seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert und behandelt die Themenfelder Mobilität, Wissen(schaft), Mission und Kolonialherrschaft, koloniale Ökonomie, Regierungspraktiken sowie Erinnerung und Kolonialfantasien.

 

Objektgeschichten

Ein weiteres Projekt untersucht die Geschichte von und den Umgang mit Objekten aus kolonialen Kontexten. In diesem Zusammenhang ist bereits ein Artikel erschienen, der sich mit dem Schädel und Zahn des ostafrikanischen Hehe Chiefs Mkwawa befasst („Menschliche Gebeine als Glaubensobjekte“). Der Schädel verweist auf eine Gewaltgeschichte der deutschen Kolonialzeit in Ostafrika, hat eine lange und prominente Geschichte durchlaufen und wurde schließlich (ob es der ‚authentische‘ Schädel ist, bleibt noch offen) von den Briten 1954 nach Tansania zurückgebracht. Über die Rückgabe des Zahns im Jahr 2014 wurde eine WDR Dokumentation gedreht („Der Zahn des Häuptlings“). Diese und weitere, über die Kolonialzeit hinausweisende Objektgeschichten bilden den zentralen Inhalt meiner aktuellen Forschungen.

Monografie

 

Selbstverständnisse. Dialoge über Körper und Gemüt im frühen 19. Jahrhundert, Göttingen 2009

 

Herausgeberschaften

 

zus. mit Susanne Lettow, Ulrike Manz, Sabine Schäfer: GENDER. Praxeologien des Körpers. Geschlecht neu denken 10:1 (2018)

 

zus. mit Felix Brahm: WerkstattGeschichte 77. Umstrittene Objekte 26:3 (2017)

 

zus. mit Levke Harders: InterDisciplines. Race, Gender, and Questions of Belonging 7:1 (2016)

 

zus. mit Felix Brahm: Koloniale Spurensuche in Bielefeld und Umgebung, Bielefeld 2014

 

Artikel in Zeitschriften

 

zus. mit Susanne Lettow, Ulrike Manz, Sabine Schäfer, „Vorwort“, in: GENDER Praxeologien des Körpers. Geschlecht neu denken 10:1 (2018), S. 7-12.

 

Menschliche Gebeine als Glaubensobjekte. Koloniale Kriegsbeutenahme, Vergleichspraktiken und Erinnerung seit dem späten 19. Jahrhundert, in: WerkstattGeschichte 77. Umkämpfte Objekte 26:3 (2017), S. 47-64.

 

Doing colonialism. A Wahehe Chief in Tanzania and questions of belonging during European Colonization, in: InterDisciplines. Race, Gender, and Questions of Belonging 7:1 (2016), S. 9-35, open access unter http://www.inter-disciplines.org/index.php/indi/article/view/155/pdf_5 .

 

zus. mit Levke Harders, Some Introductory Remarks on Questions of Belonging, in: InterDisciplines. Race,  Gender, and Questions of Belonging 7:1 (2016), S. 1-7.

 

Was Mann vom Weibe wünscht: Sanftmut und eine gute Konstitution. Hahnemann und die Behandlung von Frauen in der homöopathischen Praxis, in: Homöopathie Zeitschrift II (2009), S. 92-95.

 

Beziehungsweise Ich. Zur Frage nach Subjektivitäten im frühen 19. Jahrhundert, in: Historische Anthropologie 15 (2007), S. 422-431.

 

Schreiben über sich und andere: Frauen und Männer in Briefen an den Arzt Samuel Hahnemann zwischen 1831 und 1835, in: Würzburger Medizinhistorische Mitteilungen 24 (2005), S. 18-28.

 

Artikel in Sammelbänden

 

Diakonissen: Eine Geschichte weiblicher Religiosität und Arbeit am Beispiel Dessau, in: Jan Brademann (Hg.), Weibliche Diakonie in Anhalt. Zur Geschichte der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau, Halle 2019, S. 35-61

 

Interpreting an Execution in German East Africa. Race, Gender, and Memory, in: Dörte Lerp, Ulrike Lindner (Hg.),  New Perspectives on the History of Gender and Empire. Comparative and Global Approaches, London: Bloomsbury 2018, S. 87-113.

 

Vom ‘Kolonialschwein’ zum Konsul. Karrierewege eines deutschen Kolonialbeamten, in: Malte Rolf, Tim Buchen (Hg.), Eliten im Vielvölkerreich. Imperiale Biographien in Russland und Österreich-Ungarn (1850-1918), Berlin/Boston: de Gruyter 2015, S. 107-131.

 

zus. mit Felix Brahm, „Eine koloniale Spurensuche in Bielefeld und Umgebung“, in: Dies. (Hg.), Koloniale Spurensuche in Bielefeld und Umgebung, Bielefeld: tpk Verlag 2014, S. 4-9.

 

„Bethel im Kleinen“. Lutindi zur Zeit des Deutschen Kaiserreiches, in: Jürgen Büschenfeld, Bärbel Sunderbrink (Hg.), Bielefeld und die Welt. Prägungen und Impulse, Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2014, S. 353-368

 

Der Kolonialbeamte Rudolf Asmis, in: Rebekka Habermas, Alexandra Przyrembel (Hg.), Von Käfern, Märkten und  Menschen. Kolonialismus und Wissen in der Moderne, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013, S. 84-94.

 

La répresentation des maladies dans les lettres adressées à Samuel Hahnemann – une lecture dans la perspective de l’histoire des genres, in: Vincent Barras, Martin  Dinges (Hg.), Maladies en lettres, 17e-21e siècles, Lausanne: Editions BHMS 2013, S. 183-192.

 

Geteilte Sorge ums Gemüt. Krankheitsdarstellungen und Wissen im Arzt-Patientinnen-Dialog um 1830, in: Lena  Behmenburg u.a. (Hg.), WissenScha(f)ft Geschlecht. Machtverhältnisse und feministische Wissensproduktion,  Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag 2007, S. 51-69.

 

Krankheitsdarstellungen in Briefen an Samuel Hahnemann – eine Lektüre aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive, in: Martin Dinges, Vincent Barras (Hg.), Krankheit in Briefen im deutschen und französischen Sprachraum. 17.-21. Jahrhundert, Stuttgart: Franz Steiner 2007, S. 211-221.

Wintersemester 2019/20 Proseminar Faschismus in Europa im 20. Jahrhundert: Erscheinungsformen, Definitionen, Deutungen
Wintersemester 2019/20 Proseminar

Geschichte und Deutungen des Faschismus im 20. Jahrhundert in Europa

Sommersemester 2019 Übung mit Exkursion Verdun. Der Erste Weltkrieg und die deutsch-französische Erinnerung
Wintersemester 2018/19 Proseminar „Absolut Böse“ Nationalsozialistische Objekte und ihr Nachleben
Wintersemester 2018/19 Proseminar Europäische Kolonialgeschichte in Afrika zur Zeit des Hochimperialismus