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Helen Wagner, M.A.

  • Organisation: Department Geschichte
  • Abteilung: Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte (Prof. Dr. Derix)
  • Telefonnummer: +49 9131 85-22369
  • E-Mail: helen.wagner@fau.de
  • Adresse:
    Kochstraße 4
    91054 Erlangen
    Raum 3.021
  • Sprechzeiten: Jede Woche Di, 14:00 - 15:00, Raum 3.021, Anmeldung per E-Mail erwünscht

Seit 10/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
11/2015 – 10/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg 1919 „Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage. Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln“ an der Universität Duisburg-Essen
10/2012 – 09/2015 Masterstudium im Fach Public History an der Freien Universität Berlin mit der Abschlussarbeit: Der Klang des Strukturwandels. Ruhrgebietsgeräusche in Archiv und Museum (2018 im Rahmen des Wettbewerbs „HAU REIN! Bergbau im Ruhrgebiet. Alltag, Wissen, Wandel“ veranstaltet durch das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V. mit einem Preis in der Kategorie „Hauptamtliche Arbeit mit Geschichte“ ausgezeichnet)
02/2013 – 09/2015 Studentische Hilfskraft am Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Friedrich-Meinecke-Instituts der FU Berlin im Projekt „Die Klanglandschaft der Großstadt“ von PD Dr. Daniel Morat
09/2014 – 02/2015 ERASMUS-Stipendium an der Universiteit van Amsterdam
2011 – 2014 Praktika und freiberufliche Tätigkeit in den Bereichen Museum, Archiv und Radio
04/2011 – 09/2011 Leitung eines Tutoriums am Philosophischen Seminar der WWU Münster
10/2008 – 07/2011 Bachelorstudium der Fächer Geschichte und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit der Abschlussarbeit: „Gegen Cuno und Poincaré an der Ruhr und an der Spree“. Zu Strategie und Symbolik kommunistischer Politik während der Ruhrbesetzung

Mitgliedschaften: Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands, Konferenz für Geschichtsdidaktik, Deutscher Museumsbund, International Federation for Public History, AG Angewandte Geschichte/Public History im VHD (2016 – 2018 Sprecherin des Interessenverbunds „Studierende und Young Professionals“ innerhalb der AG)

Aufsätze
  • „Mit jeder Sprengung verabschiedet sich ein Klangraum der montanindustriellen Welt“. Ein Archiv für den Klang des Ruhrgebiets, in: Boer, Jan-Hendryk de (Hg.): Praxisformen. Zur Erforschung kultureller Logiken menschlichen Handelns, Frankfurt am Main 2019, S. 118-131.
  • zusammem mit Jan-Hendryk de Boer und Anna Maria Schmidt: Archivieren. Einführung, in: Boer, Jan-Hendryk de (Hg.): Praxisformen. Zur Erforschung kultureller Logiken menschlichen Handelns, Frankfurt am Main, 2019 S. 87-92.
  • Zukunftsmusik aus vergangenen Klängen. Geschichtskultur als Feld von Zukunftshandeln im Ruhrgebiet, in: ZfGD 16 (2017), S. 67-81.
  • „Reisst die Mauern ein! Kein Stein bleib‘ auf dem Andern“. Schillers Wilhelm Tell als Zeitstück zur Friedlichen Revolution 1989, in: Braun, Jutta / Schäbitz, Michael (Hg.): Von der Bühne auf die Straße. Theater und Friedliche Revolution in der DDR, Berlin 2015, S. 153-160.

Tagungsberichte und Rezensionen

  • Rezension zu Thomas Sandkühler/Horst-Walter Blanke (Hrsg.): Historisierung der Historik. Jörn Rüsen zum 80. Geburtstag (Beiträge zur Geschichtskultur, Bd. 39). Köln 2018, in: ZfGD 18 (2019), S. 214-218.
  • Sektionsbericht: Museen im Widerstreit. Museale Geschichtspolitik zwischen Nationalismus und Globalisierung, Historikertag 2018, 25.09.2018 – 28.09.2018 Münster, in: H-Soz-Kult, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7898, 20.10.2018.

Vergangenheit als Zukunft?

Geschichtskultur als Feld von Zukunftshandeln zur Bewältigung strukturellen Wandels

Als ehemals größte Industrieregion Europas ist das Ruhrgebiet seit der Kohlekrise Ende der 1950er Jahre und der Stahlkrise Ende der 1970er Jahre einem enormen wirtschaftlichen und sozialen Wandel unterworfen. Der Strukturwandel ließ nicht nur die soziale und wirtschaftliche Zukunft des Ruhrgebiets ungewiss werden, sondern stellte die Region als solche in Frage, da sich ihr regionaler Charakter nicht durch naturräumliche, politische oder administrative Gegebenheiten definierte, sondern über die wirtschaftliche Prägung durch Kohle und Stahl. Zur Bewältigung der durch diesen grundlegenden Wandel als unsicher erfahrenen Zukunftsperspektive entwickelten regionale Akteur*innen abhängig von ihren sozialen Positionen sehr unterschiedliche Haltungen und Handlungsoptionen. Die Dissertation untersucht, inwiefern geschichtskulturelle Maßnahmen, die mit der wertschätzenden Erhaltung schwerindustrieller Produktionsstandorte als Zeugnisse der Industriekultur begannen und im Kulturhauptstadtjahr 2010 gipfelten, als Reaktion auf die unsicher gewordene Zukunft der Region zu verstehen sind. Neben der Erweiterung der von sozial- und politikwissenschaftlichen Ansätzen dominierten Forschung zum Phänomen des Strukturwandels im Ruhrgebiet werden vor allem weiterführende Fragen der Geschichts- und Erinnerungskultur adressiert. Die Analyse von Geschichtskultur als Feld von Zukunftshandeln am Beispiel des Ruhrgebiets soll einen Beitrag zur Erklärung des Erinnerungs-, Museums- und Geschichtsbooms der letzten vierzig Jahre leisten.

Vorträge (Auswahl)

  • „Die Zukunftsfähigkeit der Region zu Tage fördern“. Geschichte als Ressource zur Produktion von Zukunft im Ruhrgebiet (Zukunftspraktiken. Routine und Varianz, Abschlusstagung der zweiten Kohorte des DFG-GK 1919, 9.-11. Oktober 2019, KWI Essen)
  • From the „driving force of Germany“ to the „City of Cities“. Self-descriptions of a changing industrial area (Transformations of the Urban. Global Perspectives on the History of Industrial Cities, 18.-21.04.2018, DHI Moskau)
  • „Landschaft der Rostalgie“. Zur Kartierung des Ruhrgebiets als erinnerungskulturellem Raum (6. Kartengeschichtliches Kolloquium, 16.-17.06.2017, Universität Zürich)
  • „Authentische Symbole der Region“. Zur Transformation des Ruhrgebiets von einer Industrielandschaft zur industriellen Kulturlandschaft anhand der Route der Industriekultur (Authentizität und industriekulturelles Erbe. Identitäten, Grenzen, Objekte und Räume, 27.-29.04.2017, TU Bergakademie Freiberg)
  • Past as Future? Nostalgia as a way of building a future (Popnostalgia. The Uses of the Past in Popular Culture, 10.-11.11.2016, DHI London)
  • „Von der »Industrielandschaft« zur »Kulturlandschaft«“. Zum struktur- und kulturpolitischen Potenzial eines Konzepts im Kontext der Bewältigung strukturellen Wandels im Ruhrgebiet (Die Transformation »hochschulleerer Räume« zur »Hochschullandschaft«, 13.10.2016, Universität Duisburg-Essen)
  • Werkstattgespräch mit Ulrich Borsdorf (Möglichkeitshorizonte. Abschlusstagung der ersten Kohorte des DFG-GK 1919, 06.-08.10.2016, KWI Essen)
  • The Noise of Structural Change. Collecting and Representing Sounds of the Ruhr Region (Work with Sounds Conference, 19.-21.8.2015, LWL-Industriemuseum Zeche Zollern Dortmund)

Wintersemester 2019/20 Proseminar „Feind des Historikers“ oder „Gedächtnis der Nation“?

Einführung in das Verhältnis von Zeitzeug*innen und Zeitgeschichte

Wintersemester 2019/20 Projektseminar Patientenmord hinter Sandsteinmauern zwischen Abriss und Erinnerung.

Projektseminar zur NS-Psychiatrie/NS-Euthanasie am Beispiel der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt

Sommersemester 2019 Proseminar Europäische Metropolen um 1900
Sommersemester 2019 Praxisübung Historische Ausstellungen:

Von der Wunderkammer zum Massenevent

Wintersemester 2018/19 Übung Sound als Quelle der Neuesten Geschichte und Zeitgeschichte