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1993

Prof. Dr. Julia A. Schmidt-Funke

  • Wissensstadtgeschichte

Louisa-Dorothea Gehrke

  • Die Danziger Botaniker-Familie Breyne

Dr. Maike Schmidt

Das Projekt erforscht frühneuzeitliche Grenzräume in ihrer Breite und hat zum Ziel, ein fächerübergreifend kompatibles Methodentool zur vergleichenden Untersuchung von grenzüberschreitenden Raum- und Übersetzungspraktiken in sogenannten „sociétés frontalières“ (Grenzgesellschaften) vorzulegen. In Anknüpfung an neuere verflechtungsgeschichtliche Ansätze stehen Akteur*innen im Fokus, die im Umfeld von bzw. über Grenzen hinweg agieren und entsprechende transnationale bzw. transregionale Profile aufweisen. Diese sollen im Projekt interdisziplinär erforscht werden, wobei besonderes Gewicht auf den Themenfeldern Sprachlichkeit, Konfessionalität und Wissenstransfer liegt. Die Projektdiskussion berücksichtigt damit schwerpunktmäßig auch ungeklärt gebliebene Fragen nach der Anwendbarkeit des Grenzraumbegriffs auf politische und gesellschaftliche Konstellationen in der Frühen Neuzeit sowie überhaupt nach der Fassbarkeit von räumlichem Bewusstsein, Alteritätserfahrung und grenzübergreifenden Verständigungsprozessen. Der thematischen Struktur liegen drei Achsen zugrunde: (I) « Sociétés de frontière : métissage culturel, linguistique et confessionnel », (II) « Pouvoir et contestation », (III) « Mutations mémorielles ». Das Projekt ist explizit auf die Intensivierung des deutsch-französischen Wissenschaftsaustausches ausgelegt, in dem Grenzräume historisch und politisch seit jeher eine Schlüsselstellung einnehmen. Zielgruppe ist der wissenschaftliche Nachwuchs beider Forschungskulturen mit laufenden Qualifikationsprojekten zum Thema. Die geographische Ausrichtung der im Projektzusammenhang stattfindenden Forschungsateliers und Tagungen soll jedoch über den deutsch-französischen Rahmen hinausgehen, um Grenzräume und -gesellschaften europäisch und global vergleichend in den Blick nehmen zu können.

Projektskizze der Université de Lorraine

Gefördert vom

Dr. Natalie Krentz