Laufende Projekte
The Cluster of Excellence “Transforming Human Rights” seeks to revisit the potential of human rights as a universalistic framework for addressing fundamental changes that shape our times in political, economic, social, ecological and technological contexts.
As Personal Investigator Simone Derix is involved in the Cluster’s work on migration and fragmented (de-)globalization. In addition she serves as the Cluster’s Equity and Diversity Steward.
Förderer: DFG, Laufzeit: 2026-2032
Im interdisziplinären Forschungsverbund „Familienleben in Bayern – Empirische Einsichten zu Transformationen, Ressourcen und Aushandlungen (ForFamily)“ erforschen zehn Forschungsprojekte die vielschichtigen Aspekte der Lebenswirklichkeit und der Lebensbedingungen von Familien. Der Verbund will damit einen zeitgemäßen und evidenzbasierten Beitrag zum Wissen über den Status quo sowie über den Wandel von Familien in Bayern leisten und Anregungen für politisches Handeln entwickeln.
Das am Lehrstuhl angesiedelte Projekt untersucht „Vermögen als familiale Ressource. Erbpraktiken in Bayern“.
Förderer: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Laufzeit: 2024-2027
Das Kooperationsprojekt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns macht die umfangreichen Dokumente der Nürnberger Nachfolgeprozesse aus den Jahren 1946–1949 digital zugänglich.
Förderer: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Laufzeit: 2024-2026
Wenn Gewaltherrschaft endet, Gesellschaften ihre Vergangenheit aufarbeiten und Werte sich wandeln, streiten Menschen darüber, was diese Übergänge bedeuten. Wie solche Auseinandersetzungen verlaufen, ist wesentlich für den gesellschaftlichen Frieden in der Gegenwart und Zukunft. Der Forschungsverbund „Deutungskämpfe im Übergang“ untersucht diese Konflikte aus interdisziplinärer Perspektive.
Das am Lehrstuhl angesiedelte Projekt untersucht „Nürnberg und der globale Süden. Transatlantische Deutungskämpfe um Frieden und Gerechtigkeit“.
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (2022-2026)
Das Projekt untersucht ein transatlantisches Netzwerk von Anthropolog:innen von den 1910er bis in die späten 1970er Jahre. Das arbeitet analysiert u.a. Bedeutung von öffentlicher (Un-)Sichtbarkeit und politischem Engagement von Wissenschaftler:innen im Kontext beider Weltkriege und des Kalten Krieges sowie welche Rolle Geschlecht, Migrationserfahrungen und religiöse und ethnische Zugehörigkeit dabei spielten.
Förderer: GHI PRO Berkeley (Senior Fellowship „Migrant Knowledge” im Winter 2023)
Abgeschlossene Projekte
Gemeinsam mit Prof. Dr. Bettina Brockmeyer (JLU Gießen) und Prof. Dr. Ulrike Lindner (Universität Köln) veranstaltete Prof. Dr. Simone Derix (FAU) im Juli 2023 eine internationale Tagung zum Thema „Restitution – von wem, was, an wen? Konzepte und Vorstellungen von Recht und Eigentum im Hinblick auf Objekte aus Kolonialismus und Nationalsozialismus“. Die Tagung wurde von der Thyssen-Stiftung gefördert.
Im Dezember 2022 veranstaltete Prof. Dr. Simone Derix gemeinsam mit Dr. Martin Lutz (HU Berlin) und Prof. Dr. Julia Schmidt-Funke (Universität Leipzig) einen internationalen Workshop zum Thema „Staying Rich. Familiäre Vermögensbildung und -bewahrung in langer Perspektive“ an der HU Berlin.
Im Sommersemester 2022 veranstaltete Prof. Dr. Simone Derix eine vom Verein Freunde und Förderer der Geschichtswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg e.V. geförderte Lehrveranstaltung zum Thema „Geschichte als Beruf“. In diesem Rahmen führten Studierende unter anderem Interviews mit studierten Historiker*innen, die außerhalb des schulischen und universitären Lehrbetriebs tätig sind und erschlossen so Berufsperspektiven für Geschichtsstudierende. Die Interviews wurden redaktionell bearbeitet und anschließend zur Nachnutzung durch weitere Studierende hier online zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „NS-Medizinverbrechen zwischen Verdrängung und Aufarbeitung. Interdisziplinäres Projektseminar zur „zweiten Geschichte“ des nationalsozialistischen Patientenmords in der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt nach 1945″ haben Studierende der medizinischen und der philosophischen Fakultät im Wintersemester 2020/21 einen Podcast zum Umgang mit der Geschichte der NS-Medizinverbrechen in Erlangen nach 1945 entwickelt. Die Lehrveranstaltung schloss an ein Projektseminar aus dem Wintersemester 2019/20 an, in dessen Rahmen ein Audiowalk zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen in Erlangen entstanden ist. Die Projektseminare werden von Dr. Susanne Ude-Koeller (Lehrstuhl für Geschichte der Medizin) und Dr. Helen Wagner (Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte) gemeinsam abgehalten. Für die Umsetzung des Lehrvorhabens konnte Helen Wagner eine Förderung durch den Innovationsfonds Lehre der FAU einwerben.





„Patientenmord hinter Sandsteinmauern zwischen Abriss und Erinnerung“ – unter diesem Titel hat Helen Wagner (Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte) in Kooperation mit Dr. Susanne Ude-Koeller (Lehrstuhl für Geschichte der Medizin) im Wintersemester 2019/20 ein interdisziplinäres Projektseminar durchgeführt, in dessen Rahmen ein Audiowalk zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen in Erlangen entstanden ist. Die Teilnehmer*innen des Seminars haben sich ein Semester lang mit der Geschichte der nationalsozialistischen Medizinverbrechen beschäftigt, die an Patient*innen der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt und der Universitätskliniken verübt wurden. Für die Umsetzung des Lehrvorhabens konnte Helen Wagner eine Förderung durch den Innovationsfonds Lehre der FAU einwerben. Für das Konzept der Lehrveranstaltung wurde sie mit dem Lehrpreis der Philosophischen Fakultät ausgezeichnet.
Die 1846 als „Kreisirrenanstalt“ gegründete Erlanger Heil- und Pflegeanstalt galt noch in den 1920er Jahren als Musteranstalt der modernen Reformpsychiatrie. In den Jahren 1939 bis 1945 wurde sie „Schau-Platz“ eines bis dato beispiellosen Verbrechens. Über 900 Patient*innen wurden in Tötungsanstalten deportiert und dort ermordet. Eine bislang nicht bekannte Zahl von Patient*innen fiel in der Erlanger Anstalt selbst der „Hungerkost“ zum Opfer. Der Audiowalk soll einen Beitrag dazu leisten, die Erinnerung an die Opfer wach zu halten. Er erzählt die Geschichte des Patientenmordes nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern folgt den Spuren der nationalsozialistischen Medizinverbrechen durch die Stadt. Der Audiowalk ist über die kostenlose App izi.travel verfügbar.
Medienberichte
Das Franken Fernsehen hat über den Audiowalk berichtet. Kurz vor Weihnachten 2020 lief zunächst ein kürzerer Beitrag in der Sendung Guten Abend Franken. Im Januar 2021 wurde dann ein längerer Beitrag ausgestrahlt, diesmal als kurze Reportage. Die evangelische Presseagentur berichtete ebenfalls über den Audiowalk. Ein Hörfunkbeitrag lief im Nürnberger Programm von Radio Charivari, ein weiterer Bericht erschien auf Sonntagsblatt.de.
(c) Jasmin Kluge + Jutta Olschewski, Evang. Funk-Agentur (efa) 




Zum März 2020 hat das DFG-Netzwerk „Erbfälle und Eigentumsübertragungen – Erbpraktiken im Spannungsfeld von Staat und Familie seit 1800“ seine Arbeit aufgenommen. Das Netzwerk wird von Prof. Dr. Simone Derix (FAU Erlangen-Nürnberg) und Dr. Jürgen Dinkel (Universität Leipzig) koordiniert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Netzwerk für drei Jahre. Im März 2023 hat die Abschlusstagung statt gefunden.
Informationen zur Arbeit und Ankündigungen zur öffentlichen Tagung des Netzwerks finden Sie hier.
Vom 01.09.2020 bis zum 31.08.2021 hat die Virtuelle Hochschule Bayern die Entwicklung eines digitalen Lehrangebots zur Geschichte Europas im 19. Jahrhundert gefördert. Die Koordination des Projekts lag bei Prof. Dr. Rainer Liedtke (Universität Regensburg) und wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Simone Derix (FAU) umgesetzt. Das Lehrangebot im Umfang von 2 SWS/5 ECTS steht seit dem Wintersemester 2021/22 zur Verfügung.